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Sonderschauen
Ein Highlight mit Tradition
„Was ist das Thema der Sonderschau?“ – Diese Frage gehört Jahr für Jahr zu den meistgestellten im Vorfeld der Bremen Classic Motorshow. Und das völlig zu Recht, denn die aufwendig kuratierten Sonderschauen gehören seit vielen Jahren zu den festen Publikumsmagneten der Messe.
Was in Halle 5 mit außergewöhnlichen Automobilen begann, wurde wenig später auch für die Motorräder in Halle 1 übernommen – mit durchschlagendem Erfolg. Beide Ausstellungsbereiche präsentieren themenbezogene Raritäten, die Fachleute und Liebhaber gleichermaßen faszinieren.
Im Mittelpunkt steht dabei immer die Idee, besonders seltene Originale sowie herausragende Entwicklungen in Technik und Design erlebbar zu machen. Jedes Jahr entstehen neue, exklusive Themen, für die im In- und Ausland nach passenden Exponaten recherchiert wird. So entstehen Ausstellungen, die Wissen vermitteln, Emotionen wecken und Erinnerungen lebendig halten – und die die Bremen Classic Motorshow über viele Jahre hinweg mitgeprägt haben.
Fahrdynamik im Grenzbereich: 4×4-Performance
Um die zwölf Kandidaten der diesjährigen Sonderschau außerhalb der Bremen Classic Motorshow 2026 in echt sehen zu können, muss der Oldtimer-Liebhaber durch ganz Deutschland, wenn nicht sogar durch große Teile von Europa tingeln. Und dabei ist nicht gesichert, dass er alle Exponate zu sehen bekommt. Sie sind einfach extrem selten und in privater Hand öffentlich kaum zu sehen. Unter dem Titel „4×4-Performance“ werden nicht die geländegängigen Vertreter der Allrad-Sparte zu sehen sein, vielmehr geht es um die Verbesserung der Fahrdynamik im Grenzbereich.
Die Geschichte des Allrad-Antriebs von Pkw ist schon über 125 Jahre alt. Im Jahr 1900 wurde der Lohner-Porsche im Jahr 1900 auf der Pariser Weltausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. In den frühen Jahren der Allrad-Geschichte gab es nur wenige Rennwagen, die entweder für Stadt-zu-Stadt-oder bei Bergrennen eingesetzt wurden, so wie der in Bremen ausgestellte Bugatti T53. Der erste in Serie gebaute Pkw mit permanentem Allradantrieb war 1966 der Jensen FF. Eines der nur 320 gebauten Exemplare ist in unserer Sonderschau zu bestaunen. Ebenso wie der wohl berühmteste Vertreter dieser Spezies, der Sport Quattro von Audi. Die Ingolstädter Autobauer haben den Allrad-Antrieb Anfang der 80er Jahre populär gemacht und Audi hat sowohl bei Rallys als auch später bei den Straßenrennen auf der Rundstrecke zahlreiche Lorbeeren mit dem Quattro-Antrieb gesammelt.
Viele der in Bremen ausgestellten 4×4-Fahrzeuge, wie zum Beispiel der für die Rally Gruppe S konzipierte Ford RS 200, der VW Golf Bimotore „Pikes Peak“ oder Supersportwagen wie der Porsche 959 S sind nur in Kleinserien oder gar als Prototypen gebaut worden. Weil die Performance der Allrad-Autos zeitweise konkurrenzlos gut und im Grenzbereich alles vom Fahrer abforderte, waren diese Autos im Rennbetrieb eine Ausnahmeerscheinung. Teilweise wurde ihr Einsatz verboten, wie in der Formel 1 oder der DTM. Ein Grund mehr, warum diese Spezies so selten ist. Im kompletten Dutzend sind sie wahrscheinlich nur einmal in Bremen auf der Classic Motorshow zu bestaunen.
Italienische Motorräder: Klein, schön und sportlich!
Ästhetik ist eine italienische Grundtugend! Das ganze Land ist schön, die Menschen sind extrem gut gekleidet und die von Italienern entworfenen Autos haben Stil und sportliche Eleganz. Und auch die Motorräder von Moto Guzzi, Laverda, MV Agusta, Gilera, Benelli und Ducati sind weltweit bekannte Marken, die gleichzeitig ästhetisch und sportlich begeistern. Gründe genug in der ÖVB-Arena im Rahmen der Bremen Classic Motorshow 2026 eine Sonderschau zu präsentieren. 24 Exponate werden mitten in der Halle 1 zu bestaunen sein. Darunter sind nicht nur die oben genannten Marken, auch für die meist nur von wahren Experten erkannten Motorräder von Parilla, Caproni, Demm, Berneg, Comet, Moto Bi oder Rumi lohnt es sich, die Sonderschau zu sehen. Das Baujahrsfenster der gezeigten Maschinen reicht von 1950 bis 1993, die Hubräume liegen zwischen 65 bis 400 ccm.
Die Idee für diese Sonderschau hatte Hinni Hinck vom MSC Weserland und kuratiert wurde die Auswahl von dem zertifizierten Gutachter für historische Kraftfahrzeuge, Andy Schwietzer. Die eigentlichen Stars der Schau, die Motorräder, kommen jeweils zur Hälfte vom PS.SPEICHER und einem Sammler aus Süddeutschland.